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Zehn Regeln im Umgang mit Alkohol

1. Betäube dich nicht – Alkohol ist (k)ein Betäubungsmittel

Vom Gesetzgeber wird Alkohol nicht als Betäubungsmittel bezeichnet, dennoch zeigt es alle Merkmale eines Betäubungsmittels. In hohen Mengen nimmt das Schmerzempfinden ab und sogar schwerere Verletzungen werden unterschätzt. Dies kann zu schweren folgen führen, wenn die Verletzung lebensgefährlich ist.

2. Berausche dich nicht – Alkohol ist (k)ein Aufputschmittel

Viele Menschen nutzen Alkohol um ihre Gefühle zu betäuben, doch nimmt nur das körperliche Schmerzempfinden ab. Das eigentliche Ziel, die Gefühle zu betäuben, wird nicht erreicht und das Gegenteil erzielt, denn die eigentlichen Gefühle werden verstärkt. Negative Gedanken und Gefühle wie Selbstmordabsichten, Depressionen, Wut und Hass werden stärker, aber auch die Neigung positive Gefühle zu übersteigern. Selbstbewusstsein wird zur Selbstüberschätzung, Freude wird zu unkontrollierter Euphorie und Offenheit wird zu Enthemmtheit. Die Menschen neigen mit zu viel Alkohol im Blut dazu unkalkulierbare Risiken einzugehen, eine Kurzschlusshandlung zu tätigen und bringen sich und andere in Gefahr. Die Konsequenzen für die Maßlosigkeit beim Trinken findet sich letztlich auch oft bei Facebook, Youtube oder auf einem Pornoportal wieder. Der Filmriss der letzten Nacht kostet neben dem Gedächtnis eben oft auch die persönliche Reputation.

3. Vermeide Alkoholgenuss in der prallen Sonne

Im Sommer sind die Tage und Nächte länger, zumindest gefühlt. Grillpartys und Feiern gehen weit in die Nacht und beginnen früh am Tag. Im Urlaub wird oft schon morgens am Strand gepichelt oder aber im heimischen Garten auf der Liege ein Pils gezwitschert. Begründung: „Die Hitze sei ja so groß.“ Aber der erste Effekt eines kühlen Biers mag zwar Durstlöschen sein, doch die Zufuhr von Alkohol in praller Sonne kann zu unangenehmen Nebeneffekten führen. In der Sonne wirkt der Alkohol stärker und die Müdigkeit setzt schnell ein. Ein langer Schlaf in der prallen mediterranen Mittagssonne kann zu hochgradigen Verbrennungen der Haut und letztendlich auch zu Hautkrebs führen.  Also im Sommer lieber zum Trinkpäckchen oder zu einem leckeren Eis und nicht zu Bier, Sangria und Co. greifen.

4. Vermeide Alkoholgenuss in Eiseskälte

Nicht nur im Sommer empfiehlt es sich sparsam dosieren. Der wärmende Effekt von Alkohol ist ist trügerisch und weitet die Blutgefäße, die sich bei Kälte zusammenziehen sollen. Der Trugschluss kann fatal werden, wenn das spätere Kältempfinden durch den Alkohol wieder betäubt werden soll. Im Kreislauf zwischen „wärmenden Alkohol“ und frösteln, steigert sich der Alkoholpegel im Blut allmählich und beim Heimweg bei Minustemperaturen soll schon so manche einer auf der Parkbank im Schlaf erfroren sein.

5. Grenzen setzen

Der Körper schafft es nur 0,1 Promille pro Stunde abzubauen und eine 0,5 Literflasche Bier mit 4,9% Alkoholgehalt lässt den eigenen Pegel bei einem  Mann von 80 KG Gewicht auf 0,3 Promille. (Nachzurechnen in unserem Alkohol Promille Rechner). Dies bedeutet, dass du bei einer 5 Stunden dauernden Party in der du jeweils ein Bier pro Stunde trinkst, liegt dein Blutalkohol immer noch bei ca. einer Promille liegst, wenn du die gleiche Menge jedoch innerhalb einer Stunde trinkst, dann liegt dein Promillewert schon bei 1,5. Das heißt für dich, dass du den gesamten schönen Abend nicht genießen kannst, sondern nur einen Bruchteil davon wirklich mitbekommen hast. Besser du setzt dir ein Mengenlimit schon vor der Party und steigst beim Erreichen auf nichtalkoholische Getränke um.

6. Vermeide Knabbereien

In Kneipen werden Knabbereien nicht aus Nettigkeit gereicht. Sie dienen lediglich dazu den Umsatz an Getränken zu steigern. Ein Kilo Erdnüsse kostet im Discounter gerade einmal um die sechs Euro und der Umsatz dank der salzigen Knabberei soll um einiges höher sein. Es soll übrigens Gastwirte geben, die die alten Snacks wieder in der Dose verstauen, um diese den Gästen wieder zu servieren. Ganz zu schweigen davon, dass vorher andere Gäste eventuell in der Schale rumgegrabscht haben, natürlich nachdem sie vom Toilettengang ohne Handwaschen zurückgekommen sind. Wer will hier schon zugreifen?

7. Höre auf deinen Körper

Alkohol schmeckt bitter und unsere Rezeptoren signalisieren uns, dass wir ein Zellgift zu uns nehmen. Kinder wissen dies intuitiv und wenden sich selbst bei einer versehentlich probierten Schwarzwälderkirschtorte oder einer Kirschwasserpraline ab, da der Geschmack des Kirschwassers zu stark ist. Der menschliche Körper zeigt also instinktiv eine Abwehrhaltung gegenüber Alkohol.

8.Vermeide gesüßten Alkohol

Im Laufe der Zeit gewöhnen wir Menschen uns diese Abneigung gegenüber Alkohol durch verschiedene Tricks ab. Wir „exen“ den Tequila mit Salz und Zitrone, bzw. Zimt und Zucker herunter, wir mischen den Wodka in den White Russian oder verdünnen das Bier mit Limonade und tricksen unsere Geschmackssensoren aus. Der süße Geschmack von Cocktails, Alkopops und Co. verdeckt also den eigentlichen Geschmack und so sind wir geneigt mehr Alkohol und im übrigen hochprozentigen Alkohol über das Normalmaß hinaus zu trinken. Außerdem verlangsamt der Zucker in Cocktails, Alkopops und Co. den Abbau des Alkohols, denn zunächst wird die Gluckose im normalen Zucker vom Stoffwechsel umgewandelt und danach erst der Alkohol.  Das Zellgift verweilt also längere Zeit unverarbeitet im Körper, so dass sich der Rauschzustand verzögert, dafür jedoch später umso heftiger auftritt.

9. Gruppendruck nicht nachgeben

Gruppendruck kann sich auf verschiedenen Ebenen zeigen. Ob nun „Runden“ auszugeben, sich in einem „Kampftrinkkontest“ zu beweisen oder einfach um „dazuzugehören“. Alkohol ist eine kulturell akzeptierte Droge, sollte aber trotzdem als Droge verstanden werden. Zum Umgang mit Betäubungsmitteln gehört auch die Verantwortung zum eigenen Körper und den eigenen Grenzen. Das eigene Gewissen ist besonders vor dem Beginn einer Alkoholabhängigkeit ein guter Indikator für einen Schlussstrich. Wenn also der Gruppendruck stark ist, der Verstand aber „Stop“ sagt, dann sollte dem eigenen Verstand gefolgt werden.

10. Gruppendruck nachgeben

Es hört sich paradox an, aber ist die Alkoholabhängigkeit bereits im Anfangsstadium begriffen, kann es sich genau umgekehrt gestalten. Sagen Freunde und Verwandte „Stop“ und das Bedürfnis zu trinken ist stärker, dann kann der Alkohol bereits auf die Psyche eingewirkt haben. In diesem Fall handelt es sich beim Gruppendruck, um eine wohlgemeinte und fürsorgliche Hilfe.

Die goldene „Stop“ Regel:

Aus allen Regeln und besonders aus Regel neun und zehn leitet sich folgende goldene Regel ab:

Hörst du das Wort „Stop“ – Höre auf zu trinken!