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Drink Trends 2016 – Der Gin Tonic

22. Juli 2016 by sowa

Alcoholic Gin and Tonic with a Lime Garnish

Alcoholic Gin and Tonic with a Lime Garnish

Jeder Sommer hat seine Eigenschaften, manche sind regnerisch kalt und wieder andere sonnig warm, doch nichts geschieht in den Sommermonaten so regelmäßig wie das Aufkommen des Sommerdrinks. In den letzten Jahren hießen die Sommerdrinks „Aperol Spritz“, eine Erfindung des Spirituosenherstellers gleichen Namens, und „Hugo“, eine Mischung aus Holunderblütensirup, Prosecco, Minze und Limette. Selten ist es jedoch der Fall, dass ein Klassiker aus der Asche wiederaufersteht und einen Sommer prägt.

Mondäner Lebensstil für Jedermann

Das Jahr 2016 ist ein solcher Fall, es ist das Jahr des Gin Tonic. Seinen Ursprung hat der Gin Tonic im mondänen Jetset der späten 50er Jahre, Anfang der 60er Jahre und löste damit den Cuba Libre ab, der lange Zeit das internationale Jetset Getränk war und spätestens mit dem berühmten Rum and Coca Cola von den Andrew Sisters vom Jetset Getränk zum Mainstreamdrink wurde.

Der Trenddrink 2016 ist kompliziert einfach

Nun, im Jahr 2016 erlebt der Gin Tonic sein Revival, obwohl er bei Kennern nie wirklich weg war und auf jeder Karte einer gut sortierten klassischen Bar ist. Als Modedrink ist der Wermut Softdrink Mix auf den ersten Blick jedoch wenig geeignet, denn ein guter Gin Tonic macht den Abend zum Erlebnis und ein schlechter, nun ja, ein schlechter Tonic schmeckt im besten Falle nach Geldverschwendung.

Entscheidend für den Gin Tonic ist die Qualität seiner Hauptzutaten, also Gin und Tonic. Im Gegensatz zu anderen Getränken steigert sich die Zufriedenheit jedoch nicht, wenn nur die teuersten Produkte eingesetzt werden. Obwohl die Zubereitung des Drinks denkbar einfach ist: 1 Teil Gin, 3 Teile Tonic Water, sowie eine Zitronen-, Limetten- oder Gurkenscheibe (vor allem beim Hendricks), ist der Drink ein kleiner Teufel, denn das Getränk schmeckt je nach Zusammensetzung und Mischung völlig neu und anders. Amateure dürfen nach einem gescheiterten ersten Versuch nicht aufgeben und müssen ihre „Mischung“ finden.

Ein teurer Gin macht noch lange keinen guten Gin Tonic

Gerade beim Gin sollte meiner Erfahrung nach darauf geachtet werden, dass der Gin pur nicht zu samt schmeckt, so kann ein purer Londons Blue Nr.1 mit seinem weichem Geschmack ein Erlebnis sein, in Kombination mit dem doch intensiven Tonic Water verliert er den Geschmackswettkampf und bleibt maximal unauffällig. In der Regel können sie mit den allseits bekannten Marken Gordons und Bombay, gerne auch den Bombay Sapphire, wenig falsch machen. Während der Gordons praktisch den klassischen Gin Tonic ergibt, natürlich im Verhältnis 1:3, so tritt der Sapphire in dieser Mischung sehr viel deutlicher zu Tage und schmeckt merklich süßer, weswegen gerade Liebhaber der würzigen, süßen Drinks eher zum Sapphire greifen sollten. Freunde von dicken Köpfen und eines kräftigen Geschmacks sollten sich hingegen nicht schämen auf einen Beefeater zurückzugreifen, auch wenn dieser unter Gin Connaisseuren verpönt ist. Gehobene Mittelklasse, aber noch nicht exklusiv und bezahlbar, deswegen auch mein Favorit, ist der Hendricks Gin, der eine milde Note hat und sich sowohl unter Puristen als auch unter Mixern einer hohen Beliebtheit erfreut. Der Hendricks wird gemeinhin in Großbritannien auch mit „Tee!“ oder mit einer Gurkenscheibe versehen.

Sparen Sie nicht am Tonic Water

Im Gegensatz zum Gin, dessen Qualität für den Gin Tonic weniger entscheidend ist, sollten beim Tonic Water keine Kompromisse gemacht werden. Kaufen Sie das Tonic Water in kleinen Flaschen und kaufen sie gegebenenfalls ein paar Flaschen mehr. Der Tonic sollte möglichst viel Kohlensäure enthalten und große Literflaschen, wie es sie oft im Supermarkt und Discounter gibt, schmecken schnell abgestanden. Insbesondere wenn der Gin Tonic als Sommerdrink genossen werden soll, so sollte dieser Tipp beachtet werden. Nehmen Sie für den Tonic die klassischen Marken wie Schweppes, Thomas Hendry, Fentimans oder Fever-Tree. Auch Discountermarken können überzeugen, diese sollte jedoch vorher probiert werden. Entscheidend für meinen Geschmack ist, dass der Tonic nicht zu dominant schmecken sollte, um dem weicheren Gin mehr Raum zur Entfaltung bieten zu können.

Perfekt ist, was schmeckt

Experimentierfreudige unter den Gin Tonic Freunden mischen den Gin auch zum Teil mit exotischen Sorten wie Russian Wild Berry.

Das Schöne am Gin Tonic ist seine Varianz und Vielfältigkeit. Der Genießer kann jedes Mal ein völlig neues Getränk bekommen, wenn er sich traut den Gin und das Tonic Water auch mal durch andere Marken zu ersetzen, so wird der Gin Tonic schnell auch für sie zum immer wieder neuen Begleiter an warmen Sommertagen.


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